Luise Schumann — Missionarin in Manila/Philippinen


Ich bin in der Gemeinde in Bendorf aufgewachsen, hab schon als Kind Gottes Ruf für Mission empfangen und bin seit 15 Jahren mit der FCJG/HELP International, einem Missionswerk, unterwegs. Seit Mai bin ich als Missionarin langfristig auf den Philippinen, in Manila. Wir haben hier verschiedene Dienste, wo wir Jesus bekannt machen und vor allem den Armen und Bedürftigen dienen.

Unser Herzenswunsch ist es, dass der Heilige Geist an den dunkelsten Orten wirken kann.

Eine meiner „Lieblingsorte“, ist ein Gefängnis, das wir regelmäßig besuchen. Wir bringen einmal in der Woche Essen dort hin und dürfen mit den Insassen Jesus anbeten, das Wort Gottes verkündigen und für sie beten. Menschlich gesehen, begegnet einem unvorstellbare Not und Perspektivlosigkeit. Doch wir sehen es als Vorrecht an, genau an diesen Ort der Hoffnungslosigkeit Jesus zu bringen und den Heiligen Geist einzuladen, dort zu wirken. In den letzten Wochen haben wir immer wieder erlebt, wie die Menschen in diesem Gefängnis zutiefst von Gottes Liebe berührt wurden und man spüren konnte, wie sich die Atmosphäre verändert.

Und darum geht es – Jesu Licht in die Finsternis zu bringen, durch die Gnade und die Kraft des Heiligen Geistes.

Und dabei geht es nicht zuerst um Erlebnisse, sondern darum, dass wir selber in der Beziehung und Vertrautheit zum Heiligen Geist leben und wissen, dass wir ohne ihn nichts tun können. Wenn wir das bejahen, uns von ihm leiten lassen und ihm allen Raum geben, ist nichts unmöglich! Denn seine Kraft ist es, die Jesus offenbart und Leben verändert, der Grund warum wir gehen.

Und das ist mein tägliches Gebet und Erleben – angefangen in meinem Herzen, bis buchstäblich an die Enden der Erde.
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